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Quads und ATVs 

Vermutlich hat jeder schon mal ein Quad gesehen, vor allem jene die hier auf unserer Seite gelandet sind. Immer öfter sieht man sie auf der Straße. Manche finden sie interessant oder cool, andere sind total genervt von dem manchmal Rowdihaften Verhalten ihrer Fahrer.

Aber was genau sind diese kleinen quirligen Fahrzeuge? Was kann man damit machen und was nicht? Und wie ist das mit dem Hobby "Quad fahren" überhaupt?

 

Allgemein kann man sagen: Quads sind vierrädrige Spaß- oder Arbeitsfahrzeuge. Sie wurde entwickelt um abseits von Straßen und Wegen mittels Stollenreifen oder im feinen Sand mit Schaufelreifen nach Lust und Laune die Welt zu erkunden.

In Europa dürfen Quads und ATVs mit einem gültigen Klasse B (Auto-) Führerschein auch im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden. Für 16 - 18-Jährige gibt es die Führerschein Klasse S, mit der man "Kleinkraftfahrzeuge" bis zu 50ccm fahren darf.

Wir möchten auf dieser Seite ein bisschen was erläutern über:

  • Die Geschichte
  • Der Unterschied zwischen Quad und ATV
  • Regeln für Quads auf der Straße
  • Verschiedene Zulassungsformen

Die Geschichte

1983 brachte Suzuki das erste Quad auf den amerikanischen Markt, die Suzuki LT 125. Andere Hersteller wie Yamaha und Kawasaki folgten mit ähnlichen Produkten nur kurze Zeit später. Neben dem Freizeit- und Sporteinsatz wurden die Quads auch von Landwirten für die Arbeit und als nützliches Transportfahrzeug entdeckt.

 

Besonders im Freizeitbereich setzt sich das Quad immer weiter durch, und bald schwappte der Markt auch nach Europa, Asien und zum Rest der Welt über. Mittlerweile gibt es Quads in vielen Varianten und Variationen von den verschiedensten Herstellern aus Japan, Taiwan, China, Amerika und sogar einigen europäischen Ländern.

Unterschied zwischen Quad und ATV

Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten wie man im ersten Moment vielleicht denkt. Grundsätzlich gibt es nach Definition nämlich gar keinen Unterschied.

 

Wenn man sich nämlich mit der Herkunft von dem Wort "Quad" widmet, welches die Kurzform vom englischen "quad bike" ist, sieht man schon, dass es sich hierbei lediglich um ein vierrädriges bike also ein Motorrad mit 4 Rädern handelt. Im Englischen auch als "four-wheeler" bezeichnet.

"ATV" ist die Abkürzung für "all-terrain vehicle", also "Fahrzeug für alle Terrains" oder kurz "Geländefahrzeug". Insgesamt handelt es sich bei Quads und ATVs natürlich um vierrädrige Geländefahrzeuge, so dass hier gar kein Unterschied besteht. Auch die American National Standards Institute (ANSI) definiert diese Fahrzeuggattung gemeinsam für die Bezeichnungen ATV und Quad.

 

Hier in Deutschland hat es sich allerdings eingebürgert, zwischen den Fahrzeugtypen zu unterscheiden:

  • Als Quad werden leichte, sportlich orientierte Maschinen bezeichnet. Sie haben ein durchgehende starre Hinterachse, Kettenantrieb und meistens eine recht offene Verkleidung. Quads gibt es mit manueller Schaltung oder Automatik, meinst eine Variomatic ähnlich wie bei Motorrollern.
  • Der Begriff ATV wird für Fahrzeuge verwendet, die etwas größer und schwerer sind und deren Aufbau weniger Sportlich ausgerichtet ist. Sie kommen meist mit Ausstattungsmerkmalen wie Einzelradaufhängung, Allrad und Kardanantrieb daher, um auch den harten Offroad- oder Arbeits-Einsatz zu ermöglichen bzw. zu vereinfachen. Die meistens ATVs sind mit Automatik ausgestattet und haben eine Spritzschutz-Vollverkleidung.

Es gibt aber auch viele Mischformen. Zum Beispiel massig wirkende ATVs mit Vollverkleidung, aber durch Starrachse und Kettenantrieb eigentlich eher sportlich zu fahren. Oder umgekehrt sportlich anmaßende Maschinen die "unter der Haube" mit Allrad und Kardanantrieb eigentlich eher in Richtung ATV gehen. Letztendlich gibt es keine genaue Differenzierung und keine separaten Deffinitionen der beiden Begriffe.

 

Auf den folgenden Bildern sind grob die unterschiedlichen Fahrzeugklassen dargestellt. 

Quads auf der Straße - Die Zulassung

Anders als in Amerika, wo der Markt für Quads und ATVs als erstes auf kam und auch bis heute am größten ist, dürfen Quads in Europa auch im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden. Natürlich nur mit einer entsprechenden Straßenzulassung.

 

Europaweit gibt es hier leider eine starke Einschränkung, denn generell ist eine Zulassung für Quads nur mit einer maximalen Leistung von 15 KW (ca 20 PS) vorgesehen und erlaubt. Stärker motorisierte Fahrzeuge müssen für die Fahrt auf öffentlichen Straßen gedrosselt werden.

 

Zum Glück gibt es Deutschland da so was wie ein kleines Schlupfloch. Mit einem Trick ist es Möglich, Quads und ATVs als "Land- und Forstwirtschaftliche Zugmaschine" zuzulassen - kurz "LOF" oder "ZM" Zulassung. Dafür sind zwar einige Umbaumaßnahmen nötig, aber dafür darf man seine Maschine dann auch ganz offiziell und legal mit voller Leistung zulassen und fahren.

Hat man ein Quad mit weniger als 15KW Leistung kann man dies einfach als "vierrädriges Kraftfahrzeug zur Personenbeförderung" zulassen - kurz: VKP Zulassung.

 

Früher, als Quads noch kaum bekannt waren, die Zulassungsstellen noch nicht richtig Bescheid wussten und es auch noch keine so rasche Informationsverbreitung über das Internet gab, wurden Quads fälschlicherweise auch manchmal als Auto oder auf andere Weise zugelassen. Heute gibt es in Deutschland nur noch die VKP und die LOF Zulassung.

 

Folgend die Unterschiede der beiden Zulassungsformen im Überblick.

 

LOF Zulassung:

  • Offene Leistung, keine Drosselung nötig
  • Anhängerkupplung mit Anschlüssen für Elektik vorgeschrieben
  • 2 separate vordere Scheinwerfer vorgeschrieben
  • 2 separate Rücklichter und Bremslichter vorgeschrieben
  • Warnblickanlage (jederzeit einsetzbar - auch ohne Zündung)
  • Nebelschlussleuchte vorgeschrieben
  • Rückwärtsgang vorgeschrieben

VKP Zulassung:

  • Maximal 15 KW zulässig, bei stärkeren Maschinen Einbau einer Drossel
  • 1 mittiger Scheinwerfer vorgeschrieben, 2 separate erlaubt
  • 1 mittiges Rücklicht und Bremslicht vorgeschrieben, zwei separate erlaubt

Unabhängig von der Zulassungsform gelten für Quads generell ein paar Dinge, die oft falsch gemacht und auch falsch wiedergegeben werden. Jedes Quad muss zusätzlich für eine ordnungsgemäße Erteilung der Betriebserlaubnis besitzen:

  • Warnblickanlage
  • 2 Spiegel am Lenker
  • Blinker vorne und hinten
  • Tacho mit Geschwindigkeitsanzeige
  • 2 Nummernschilder (vorne und hinten)

Selbstverständlich müssen alle verwendeten Teile, insbesondere Beleuchung und Spiegel für den Einsatz im Straßenverkehr zugelassen sein und eine entsprechende E-Nummer haben.

 

Das Bild zeigt ein Quad mit LOF-Umbau. Hier zu sehen die AHK (1) mit Anschlussdose (2) und außen angebrachten Rückleuchten und Blinkern (3). Vorne sieht man ebenfalls separate Scheinwerfer und Blinker (4).

 

Fast alle Quadhändler in Deutschland verkaufen Quads bereits fertig für eine VKP Straßen-Zulassung. Also mit entsprechender Beleuchung und Ausstattung. Für einen LOF Umbau bei den stärkeren Maschinen muss man meist nochmal mit einem Aufpreis bis zu 1000 Euro rechnen, je nach Quad. Sicherlich nicht wenig Geld, nur dafür, dass man legal mit voller Leistung fahren darf. Zumal das Entdrosseln meistens in wenigen Minuten selbst gemacht werden kann. Aber jeder sollte sich im klaren darüber sein, dass man nicht nur beim TÜV Probleme bekommt wenn man sein Quad als VKP zu gelassen hat und es mit mehr als 15 KW vorführt. Man verliert generell seine Betriebserlaubnis und fährt folglich auch ohne Versicherungsschutz durch die Gegend. Ein Problem was von einer Sekunde auf die andere ganz heftig zuschlagen kann!

 

Während der Fahrt

Seit dem 1. Januar 2006 gilt in Deutschland auf dem Quad absolute Helmpflicht. Der verwendete Schutzhelm sollte nach der ECE-22-05 Norm geprüft worden sein und diese erfüllen. Dies gilt natürlich nicht nur für den Fahrer, sondern gleichermaßen auch für eventuelle Beifahrer.

 

Außerdem muss bei Fahren in Deutschland, genau wie beim Auto auch, ein Warndreieck und Verbandszeug an Bord sein. Leider genügen hier nich die kleine platzsparende Verbandtasche für Motorräder und der praktische Helmüberzieher mit aufgenähtem Warndreieck. Man muss Verbadskasten und Warndreieck nach DIN 13164 dabei haben, auch wenn am Quad kaum Platz dafür aufzufinden ist. 

 

Gerüchte

Leider kursieren immer noch Gerüchte und Falschinformationen durch die Quad-Szene, welche inkorrekt sind auch durch keine Sondergenehmigung der Welt eine Gültigkeit erlangen.

 

So sind zum Beispiel einige Quadfahrer der Meinung, dass es Sonderregelungen gibt um das vordere Kennzeichen weg zu lassen. Das ist nach aktuellem Recht definitiv falsch. Jedes Quad muss jeweils ein Nummernschild hinten und vorne habe, da gib es keine Ausnahmen! Wer ohne vordere Schild erwischt wird zahlt 40 Euro und bekommt einen Super-Sammel-Punkt in Flensburg, und zwar einen ohne Aussicht auf Prämien. Da hilft leider auch keine Eintragung im Fahrzeugschein oder ein Sondergutachten vom TÜV über bauartbedingte Sonderregelungen.

 

Gleiches gilt für Fahren ohne Helm. Früher wurden in den Fahrzeugschein gerne Einträge hinzugefügt, dass das betreffende Quad ohne Helm gefahren werden darf. Auch solche Einträge haben ihre Gültigkeit im Laufe der Zeit verloren, jeder Fahrer und Beifahrer eines Quad muss einen Schutzhelm tragen.

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