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Quad fahren als Hobby

"Wie ist das eigentlich so mit dem Quad fahren?" Diese Frage hört man als Quadfahrer relativ häufig. Darauf könnte man Antworten formulieren die stundenlang von Faszination, Begeisterung und jede Menge Spaß berichten. Aber auch von weniger schönen Erlebnissen, von Kosten,  und Zeit für Wartung und Reparaturen.

 

Wir möchten hier auf alle Vorzüge und Nachteile dieses faszinierenden Hobbys eingehen. Ersteres ließt man natürlich häufig und der Spaß steht mit Sicherherheit auch an erster Stelle, aber wir möchten auch die andere Seite der Medaille nicht verheimlichen!

 

Folgend ein bisschen was über:

  • Ein Hobby das sehr viel Spaß macht
  • Das Quad als Autoersatz
  • Kosten / Steuern / Versicherung
  • Nötige Ausrüstung und Zubehör
  • Ein Quad als Werkzeug

Quad fahren macht Spaß

... das weiß jeder, der schon mal auf einem solchen Gefährt durch die Gegend düsen durfte. Quad fahren als Hobby ist ein riesiges Vergnügen für:

  • Jung und Alt
  • Männlein wie Weiblein
  • Groß und Klein!
  • Eingeschränke Menschen

Man ist eigentlich nie zu alt dafür - moderne Fahrzeuge lassen sich sehr leicht und kompfortabel bewegen und auch im fortgeschrittenen Alter kann man so durchaus noch die Freiheit spüren, die man sich auf einem Motorrad eventuell nicht mehr zu traut.

 

Natürlich kann man ebenfalls (fast) nicht zu jung dafür sein - Auch wenn man unter 16 Jahren leider nicht vierrädrig am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen darf, so erfreuen sich bereits Kinder und Jugendliche daran mit entsprechend kindergerechten Maschinen über Äcker, Wiesen oder sogar Motocross-Strecken zu düsen.

 

Auch für körperlich eingeschränkre Menschen gibt es spezielle Umbauten, die den motorisierten Genuss unter freiem himmel möglich machen. Die Palette reicht da von Einhandbedien-Konzepten über beinfreies Schalten und Bremsen bis hin zu speziellen Haltesystemen für beispielsweise Rollstuhlfahrer.

 

Dass Frauen kein Quad fahren können oder möchten, ist schlichtweg ein Märchen! Immer öfter sieht man das weibliche Geschlecht auf einem Quad sitzen, und zwar nicht nur als Beifahrerin. Zwar wird der Anteil noch lange keiner politischen Frauenquote gerecht, aber viele von uns Quadfahrern sind bemüht dies zu ändern, denn schließlich gibt es kaum was schöneres als sein Hobby mit seinem Partner gemeinsam zu erleben.

 

Allgemein kann jeder eine Menge Spaß mit einem der quirligen Fahrzeugen haben. Man fährt alleine, man fährt in Gruppen, mal eine Tour über Landstraßen und Ortschaften, mal ein Offroad-Ausflug in ein entsprechendes Gelände... Das Hobby an sich ist sehr vielfältig und bieten die verschiedensten Möglichkeiten. Wir von den Quaddogs sind ständig irgendwie, irgendwo unterwegs. Meist im Saarland und naher Umgebung, aber die ein oder andere längere Tour ins benachbarte Frankreich, in den Schwarzwald oder zu anderen tollen gegenden findet auch regelmäig statt. Aber auch alleine ergeben sich immer wieder neue Wege die entdeckt werden wollen.

Das Quad als Autoersatz

Gleich vorneweg möchten wir hier dringende Aufklärungsarbeit leisten. Denn immer wieder kommt es vor, dass der ein oder andere ernsthaft darüber nachdenkt umzusteigen. Vom teuren Auto weg doch lieber einen günstigen Rollen oder ein günstiges Quad anschaffen um täglich die 10 Kilometer zur Arbeit oder morgens zum Bäcker zu fahren. Mit dem günstigen Roller vielleicht, jedoch die Rechnung "günstiges Quad" geht meistens nicht ganz auf. 

 

Das Fahren mit dem Quad, macht zwar mehr Spaß als mit dem Auto, aber wirklich günstiger kommt man damit nur selten hin. Kurze Wartungsintervalle, schlechte KFZ-Steuereinstufung und einige andere Punkte können das Quad als Autoersatz schnell teurer werden lassen als das ersetzte Auto es wäre. Mehr dazu im Abschnitt "Kosten" weiter unten.

 

Lange Strecken sind mit den vierrädrigen Bikes nicht so ohne weiteres möglich. Für Besuche bei Verwandten in der 600 Kilometer weit entfernten Stadt sollte man lieber ein Auto oder ein Bahnticket in der Hinterhand haben. Die ganze Familie passt sowieso nicht in oder aufs Quad, und auch Bello und Kitty sind auf Quads weder wirklich praktisch noch erlaubt.

 

Dazu kommen die Wetterschwankungen denen man ohne schützendes PKW-Dach ausgesetzt ist. Es gibt zwar gute regendichte Kleidung für Allwetterfahrer, aber trotzdem möchte sich nicht jeder gerne morgens im Regen auf den nassen Gaul setzen um zur Arbeit zu kommen.

 

Ebenfalls ein Punkt, den man nicht vergessen sollte ist der Fehlende Stauraum. Natürlich kann man im Rucksack einiges mit nehmen, und bei größeren ATVs mit Koffersystemen kann man das ein odere andere verstauen. Aber auf dem Rückweg von der Arbeit mal eben zwei Kisten Getränke mit nehmen oder der Einkauf bei Ikea gestaltet sich da vielleicht schon etwas schwieriger.

 

Das alles soll jetzt nicht bedeuten, dass Qauds doof und unpraktisch sind, und man sich doch bloss nicht so ein Teil anschaffen soll! Wir möchten nur unmissverständlich darauf hin weisen, dass diese Fahrzeuge als Autoersatz in der Regel nicht zu empfehlen sind und man eine solche Entscheidung schnell bereuen könnte. Sie sind entweder als Spaßmobil oder Als Arbeitstier (siehe Abschnitt weiter unten) konzipiert und funktionieren als solche auch prächtig. 

 

Daher unser Tipp: zum Auto dazu JA, statt dessen NEIN! 

Was kostet ein Quad?

Das Thema Kosten ist natürlich ein wichtiges, denn ohne Moos ist auch quadtechnisch nicht wirklich viel los. Neben den offensichtlichen Kosten kommt noch so das ein oder andere dazu, womit man eventuell nicht unbedingt rechnen würde. Zumindest nicht in solchem Ausmaß.

 

Natürlich ist es hier kaum möglich konkrete Zahlen zu nennen, die allgemeingültig sind. Zu unterschiedlich sind die Angebote der Hersteller und der einzelnen Werkstätten und die die verschiedenen Quad-Typen. Außerdem sind die Kosten auch sehr stark abhängig, wie viel das Fahrzeug genutzt wird, und ob es öfter in schwierigem Gelände beansprucht wird. Aber folgend versuchen wir mal etwaige Richtwerte mit zu geben um ungefähr einen Überblick zu bekommen.

 

Kaufpreis

Preislich geht es relativ niedrig los und geht, wie bei fast allem, fast unendlich nach oben. Riesige Unterschiede gibt es da von Hersteller zu Hersteller, von Typ zu Typ, usw. Geht man von Neufahrzeugen aus, gibt es bereist für 2.000 bis 3.000 Euro schon vernünftige Maschinen in der 250 ccm Kategorie. Die 450iger Maschinen kosten gerne mal 6.000 Euro aufwärts und auch oberhalb der 10.000 Euro gibt es durchaus noch eine relativ gute Auswahl an verschiedenen Fahrzeugen. Kinderquads sind bereits für unter 1.000 Euro in guter Qualität zu haben. Gute Gebrauchte aller Art bekommt man natürlich schon für viel weniger, allerdings muss man manchmal lange suchen, bis man etwas passendes gefunden hat.

 

Zulassung

Genau wie beim PKW muss man die Gebühren der Zulassungsstelle und die Kosten für zwei Nummernschilder rechnen. Mit unter 100 Euro sollte das Thema gegessen sein.

 

Steuern

Die meisten Quads kommen ohne Euro-Schadstoffklassifizierung daher. Das bedeutet letztendlich nichts gutes: Jedes Jahr sind 25,36 Euro pro angefangene 100ccm fällig. Eine 250 ccm Maschine kostet also knapp 75 Euro im Jahr, ein Fahrzeug mit 800 ccm sogar 200 Euro. Nur einige wenige Hersteller bieten Fahrzeuge mit Einstufung in eine Emissionsgruppe an. Dort sind die Steuersätze natürlich entsprechend günstiger.

 

Versicherung

Das Thema Versicherung für Quads ist ein ganz besonders interessantes. Von einem Versicherungsanbiter zum anderen variieren hier die Preise so stark, dass jede genannte Zahl hier fast schon gelogen wären. Einige Versicherer weigen sich auch komplett Quads zu versichern, oder gewähren dies nur für Bestandskunden. Hier gilt es also definitv so viele Angebote wie möglich einzuholen.

 

Als Anhaltspunkt seien hier mal 200 bis 250 Euro pro Jahr für eine Haftpflicht mit Teilkasko und 300 - 350 Euro im Jahr inklusive Vollkasko genannt. Jeweils ohne Schadensfreiheitsermäßigung, also auf 100% gerechnet. Ist man lange Zeit unfallfrei, wird es natürlich günstiger.

 

Wartung / Inspektion

Die Wartungsintervalle bei Quads ist nicht zu vergleichen mit denen von Autos. Während man mit seinem PKW alle 20.000 bis 30.000 Km zur Inspektion fährt, fordern die meisten Quadhersteller Intervalle von durchscnittlich 1.500 bis 3.000 Km. Und das meist nicht zu Unrecht. Die Maschinen sind für die Nutzung im Gelände ausgelegt. Motoren, Fahrwerk und andere Komponenten brauchen viel Pflege und müssen reativ häufig gewartet werden. Zwecks Garantieerhaltung bei Neufahrzeugen fährt man dazu zum "Freundlichen", dort fallen durchschnittliche Werkstattkosten zwischen 100 und 200 Euro pro Inspaktion an.

 

Verschleiß / Reparaturen

Ersatzteile kosten für Quads nicht erheblich mehr als für andere Fahrzeuge auch. An Verschleiß hat man Reifen, Bremsen, Öl und jeh nach Fahrzeugtyp noch andere Teile z.B. für Variomatik. Die Kosten hierfür sind natürlich stark davon Abhängig, wie und wie viel man fährt.

 

Benzinverbrauch

Wirklich sparsam sind die meisten aktuell angebotenen Fahrzeuge nicht. Leichte Maschinen brauchen zwischen 5 und 7 Litern auf 100 Km, schwere Maschinen und ATVs auch locker mal mehr. Vor allem harte Einsätze im Gelände lassen den Verbrauch leicht über 10 Liter steigen, während entspannte Fahrten über Landstraßen den Verbrauch natürlich entsprechend Senken. 

 

Zubehör / Kleidung

Nicht vergessen sollte man, dass man selbst auch einiges "braucht" um auf Quad und ATV sicher und kompfortabel unterwegs zu sein. An sich muss man zum Quad fahren nur einen Helm haben. Diese sind in relativ sicherer Varriante schon für weit 100 Euro zu haben. Darüber hinaus empfehlenswert ist aber noch weitere Schutzkleidung und diverses Zubehör. Mehr dazu im Abschnitt weiter unten. Insgesamt kann man hier aber unbegrenzt viel Geld ausgeben. Daher lassen wir die ca. 100 Euro für einen Mittelklassehelm mal stehen.

Natürlich kann man vieles an Wartung und Reparatur durch Selbermachen einsparen, und auch die Preise von Ersatzteilen varriiert zum Teil sehr stark.

 

Was braucht man zum Quadfahen?

Natürlich braucht man als aller erstes mal ein Quad. Um das richtige zu finden empfehlen wir einen Blick in unseren kleien Kaufberater.

 

Der deutsche Gesetzgeber schreibt zum Fahren im öffentlichen Straßenverkehr einen Führerschein der Klasse B (normaler PKW Führerschein) und einen Schutzhelm der die Norm ECE-22-05 erfüllt vor. Außerdem muss sich an Bord ein PKW-Verbandskasten (DIN 13164) und Warndreieck befinden.

 

Ansonsten war es das schon... theoretisch ist man mit diesen Sachen bereit für deutschlands Straßen mittels Quad unsicher zu machen.

 

Darüber hinaus gibt es aber einiges an Zubehör und Kleindung, die das Fahren unter freiem Himmel nicht nur angenehmer sondern auch sicherer machen. Und auch andere Dinge wie verschiedene Werkzeuge und Betriebsstoffe braucht man immer wieder mal, vor allem wenn man nicht wegen jeder Kleinigkeit eine Werkstatt aufsuchen möchte. Das ist natürich alles kein Muss, denn man kann auch wunderbar ganz ohne all das auskommen. Aber wer die Vorzüge des ein oder anderen Zubehörartikel erst einmal kennengelernt hat, der möchte dies nie wieder missen.

 

Folgend möchten wir ein paar wichtige, witzige, praktische und angenehme Dinge aufzählen, die einem das Dasein als Quadfahrer unheimlich angenehmer machen oder die sicherheitstechnische Vorteile bringen.

 

Must Have

Dinge, die man laut Gesetz haben muss:

  • Helm - Bezüglich der Helmart sollte man sich Gedanken machen, wo man hauptsälichlich unterwegs sein wird. Einen Enduro/Cross Helm auf Landstraßen und Autobahnen zu tragen, macht um Beispiel gar keinen Sinn, denn diese sind sehr laut und luftig. Ein Integralhelm im Gelände hingegen kann schnell sehr warm und unangenehm werden und einem sogar die Sicht durch ein beschlagenes Visier versperren. Gute Beratung für den Kauf des richtigen Helm bekommt man im Motoradzubehör-Fachhandel. In jedem Fall sollte der Helm eine ECE 22-05 Prüfnummer tragen. Viele ältere Helme tun dies nicht, und sind folglich nicht mehr für den Gebrauch im Straßenverkehr zugelassen. Viele Fachleute raten dazu, alle 4 bis 5 Jahre den Helm wegen Materialermüdung auszutauschen. Die gewählte Kopfbedeckung sollte nicht zu billig sein, muss aber auch keine 500 Euro kosten. Für um die 100 Euro sind schon gute Helme zu finden.
  • Warndreieck + Verbandskasten - Hier genügt es leider nicht, die kleine praktische Verbandstasche für Motorräder mit zu nehmen. Ein richtiger Verbandskasten fürs Auto ((DIN 13164) ist hier gefordert. Falls man keine Koffer oder Boxen am Quad hat, gestaltet sich die Befestigung nicht immer einfach. Da ist Kreativität gefragt und man kann natürlich auch andere Quadfahrer zu Ideen un Erfahrungen befragen. Kosten für Sets aus beidem gibt es schon für 10 bis 15 Euro.

Das wars im Grunde genommen schon, alles andere ist optional und hier kann jeder frei Wählen und entscheiden!

 

Für den Fahrer 

Zubehör und Kleindung die man nicht wirklich haben muss, aber über deren Anschaffung man auf jeden Fall  nachdenken sollte.

  • Bekleidung - Eine gute Schutzkleidung mit integrierten Protektoren bietet natürlich Schutz, sollte man mal ungewollt von seiner Maschine absteigen. Je nach Unfall kann sie einem sogar das Leben retten. Aber auch Kompfort und Funktion kommt bei guter Kleidung nicht zu kurz. Belüftungen und luftdurchlässige aber regendichte Membranen sogen für stets angenehmes, nicht zu warmes und nicht zu kaltes Klima beim Fahren. Auch hier gilt wie beim Helm: Die Art der Kleidung wird durch den geplanten Haupteinsatzzweck bestimmt. Zum Offroaden empfiehlt sich leichte MX-Kleidung, zum Touren eignet sich besser eine bequeme Textil-Funktions-Bekleidung. Für Allwetterfahrer gibt es nochmal spezielle Regenkleidung, 100% dicht. Preislich die fangen  Textilien bei knapp 100 Euro für ein Set aus Jacke und Hose an. Für wirklich gute Kleidung sollte man aber eher um die 200 - 300 Euro rechnen.
  • Schuhe - Niemand fährt im Sommer gerne mit Qqualmenden Füßen oder friet sich im Winter durch den Fahrtwind gerne die Zehen ab. Außerdem schützen gute Motorradschuhe auch gegen Verdrehen oder Umknicken bei einem Sturz. Hier gilt es einen brauchbaren und passenden Schuh für seine Bedürfnisse zu finden. Motorrad-Racing-Stiefel sind hier weniger geeignet. Touringschuhe für den Straßeneinsatz oder MX-Stiefel für ins Gelände. Fährt man auch bei nassem Wetter, sollte man auf Wasserdichtheit achten. Für 50 Euro aufwärts gibt es schon durchaus brauchbares Schuhwerk.
  • Funktinosunterwäsche - Sie hat nichts zu tun mit Großmutters langen Unterhosen und ist sicherlich auch nicht nur was für Frauen. Viel mehr ist sie ein modernes Textil und hat eine einfache aber wichtige Aufgabe: Sie hält im Winter warm und kühlt im Sommer ab. Schweiß wird dabei zu jeder Zeit nach außen abtransportiert, so dass die Haut stets trocken ist. Bei Funktionswäsche sollte kein billig Ramsch gekauft werden, denn dieser hat meistens nicht mehr "Funktion" als ein Geschirrtuch. Wenn schon, dann richtig: 60 - 100 Euro kann man für gute Unterwäsche veranschlagen.
  • BT-Headset - Musikhören, sich Naviansagen vorlesen lassen,  Telefonieren, sich mit dem Beifahrer oder anderen Mitfahrern unterhalten, usw. Das alles geht total unproblematisch auch während der Fahrt. Dazu benötigt man lediglich ein Bluetooth Headset im Helm, welches dann mit dem Handy, dem Navi oder auch untereinander verbunden wird. Die meistens Helm-Hersteller bieten spezielle Systeme passend zu ihren Helmen an. Diese lassen sich meist nahtlos integrieren, kosten aber oft nicht viel weniger oder gar mehr als der Helm selbst. Im Motorradzubehör-Handel bekommt man aber auch Universalgeräte, die so gut wie in jedem Helm eingebaut werden können. Schon ab 100 Euro sind solche Geräte erhältlich.
  • Gehörschutz - Quads sind realistisch betrachtet nicht gerade die leisesten Fahrzeuge. Die Schallemissionen von Motoren und Abgassystemen bewegen sich meist sehr nah an der für den Straßenverkehr zulässigen Schallpegelgrenze. Nur sehr gut isolierte Highend-Helme oberhalb der 500-Euro-Marke bieten dagegen einen ausreichenden Schutz.
    Auch wenn der laute Auspuff-Sound für die meisten Quadfahrer wie liebliche Musik in den Ohren klingt, ist der Schallpegel auf dauer garantiert schädlich für das Gehör. Daher sollte man dieses schützen, wenn man nicht riskieren möchte nach ein paar Jahren eventuell gar keine Musik mehr hören zu können. Es gibt für Motorradfahrer speziell angepasste wiederverwendbare Gehörschutz-Systeme sowie die günstigen Einweg-Stöpsel aus dem Arbeitsschutz. Bedenken, dass man die übers Headset eingehende Sprache nicht mehr versteht oder externe Signale wie beispielsweise von Krankenwagen usw. nicht mehr hört, braucht man dabei keine zu haben. Man hört auch mit Stöpsel im Ohr noch gut, nur die gefährlichen hochfrequenten und lauten Töne werden gefiltert. Speziell an die Ohren des Trägers angepasste Schutzsysteme sind meist sehr teuer, aber auch am komfortabelsten und sichersten. Aber auch die günstigen Einwegstöpsel für ca 1 Euro pro Paar tun schon ihren Dienst. In jedem Fall ist jeder Gehörschutz besser als gar keiner!

 

Für das Quad

Auch für das Quad oder ATV gibt es jede Menge an sinnvollem Zubehör. Hier kann man nur schwer empfehlungen aussprechen, da die verschiedenen Maschinen schon mit den unterschielichsten Ausstattungsmerkmalen daher kommen. Wir möchten hier trotzdem mal ein paar Idden anregen, die sich für uns bisher als sehr nützlich erwiesen haben.

  • Handprotektoren - Bei manchen Modellen schon serienmäßig dabei, bei den meisten Quads leider ein Mangel. Die Handprotektoren, auch Handschalen genannt, sehen nicht nur schick aus, sie bieten auch Schutz. Zum einen, vor allem für Offroader wichtig, schützen sie die Hände des Fahrers vor Ästen, Hecken und anderen Gefahren die in unwegsamen Gelände oder auf schmalen Pfaden oder etwa im engen Gedränge bei MX-Rennen auftreten. Zum anderen schützen sie die Lenkeramaturen, insbesondere Brems- und Kupplungshebel vor ungewollter Betätigung durch obengenannte Fremdgegenstände. Auch für reine Straßenfahrer sind ist dieses Zubehör nicht nur eine optischer Aufwertung, denn hinter den Schalen bildet sich quasi ein kleiner Windschatten. Das hilft bei kühlem Wetter auch ohne dicke Handschuhe keine kalten Finger zu bekommen.
  • Auswuchtperlen - Satt die Räder nach aufziehen neuer Reifen mit den gewöhnlcihen Gewichten auswuchten zu lassen, gehen immer mehr Quad- und ATV-Fahrer zu dieser etwas jüngeren Methode über, die Räder ins Gleichgewicht zu bringen. Manchmal auch als Auswucht-Sand oder -Pulver bezeichnet, sind die kleinen Auswuchtperlen meistens aus Glas und/oder Kunststoff und sorgen ganz ohne Gewichte stets für einen gleichmäßigen Rundlauf des Rad. Preislich mit ca 10 Euro pro Rad ist es ungefähr genau so teuer wie konventionelles Wuchten, bietet aber den Vorteil dass sich die Reifen permanent selbständig neu Auswuchten, auch nach längerer Lagerzeit oder etwa ungleichmäßiger Reifenabnutzung.
  • Nerfbars - Bei vielen Quads sind sie mittlerweile schon vom Werk aus oder später beim Händler montiert worden und im Kaufpreis bereits mit eingerechnet. Viele Quads der bekannten Japanischen Hersteller werden aber leider immernoch ohne diese wirklich wichtigen Helfer verkauft. Natürlich sehen diese Alubügel nett und sportlich aus. Aber auch hier gibt es einen wesentlich wichtigeren Nutzen bezüglich der Sicherheit. Rutscht man beim Fahren mit dem Quad versehentlich von den Fußrasten ab, landet man ohne Nerfbars mit dem Fuß auf dem Boden, oder noch schlimmer unterm Hinterreifen. Kein Quadfahrer sollte dieses Risiko eingehen, denn das ist mit das schlimmste was einem an Missgeschicken auf den vierrädrigen Spaßmobilen passieren kann. Im besten Fall steigt man während voller Fahrt von der Maschine und landet im Graben... im besten Fall! Daher unser Tipp: Sollte das Wunschquad keine Nerfbars vorinstalliert haben, unbedingt nachrüsten! Die sportlich aussehenden Retter kosten zwischen 100 und 200 Euro und sind diese in jedem Fall wert.
  • Gepäckträger / Koffer - Will man mal etwas Gepäck transportieren oder das Quad ab und zu mal zum Einkaufen oder ähnlichem verwenden, ist man froh über jeden Zentimeter Stauplatz am Quad. Während ATV-Fahrer hier meist recht einfach Lösungen in Form von serienmäßigen Gepäckbrücken und riesigen Transportboxen angeboten bekommen, sieht es für den Besitzer eines Sportquads eher mager aus. Zur Auswahl gibt es hier den klassischen Rollerkoffer, ein mehr oder weniger massiver Gepäckträger mit Box oder eine kleine aber platzmäßig sehr eingeschränkte sogenannte Grapbar-Tasche oder Sixpack-Tasche. Transport-Lösungen für Motorräder wie Tankrucksäcke oder Seitentaschen passen wegen der sehr unterschiedlichen Bauart in den Meisten Fällen nicht ans Quad. Allgemein gillt hier leider fast immer die Devise "praktisch ist nicht schön". Denn je größer die Box oder der Koffer ist, desto weniger bleibt meist von der eleganten oder sportlichen Optik des Fahrzeugs übrig. Preislich gesehen gibt es hier massive Unterschiede. Und so bekommt man solche Transportlösungen schon für ca 50 Euro, kann aber auch bis hin zu mehreren Hundertern dafür hinblättern.

Werkzeug & Co.

Das ein odere andere Werkzeug zur Verfügung zu haben, ist als Quadfahrer eigentlich immer empfehlenswert. Die einfachen grundlegenden Dinge haben die meisten wohl sowieso zu Hause. Anderenfalls gibt es günstige Einsteiger-Sets im Motorradzubehör-Handel. Folgende Werkzeuge braucht man immer wieder mal:

  • Satz Maulschlüssel
  • Ratsche mit Steckschlüsselsatz
  • Schraubendreher und Imbusschlüssel
  • Zange, Seitenschneider
  • Kabelbinder
  • Multimeter
  • Fettpresse
  • Schraubenkleber / Sicherung
  • Keramik- oder Kupferpaste
  • usw...

Das Quad als Arbeitstier

Immer öfter sieht man Quads und vor allem ATVs auch nicht im Einsatz als reines Spaßmobil sondern als nützlicher Helfer bei diversen Arbeiten. Besonders bei der Wald- und Landwirtschaftsarbeit scheinen die kleinen aber dennoch kraftvollen Fahrzeuge ihre Stärken voll ausspielen zu können.

 

Etliches an Zubehör kommt von immer mehr Anbietern auf den Markt:

  • Transportanhänger
  • Futter-Streugeräte
  • Düngesprüher
  • Schneeschilde
  • Last-Ausleger
  • Kettensägenhalter
  • Arbeitsscheinwerfer
  • usw...

 

 

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